Kleefeld

cf

So ist das grundlegende Thema des Films das Dilemma der Subjektivität. Es liegt darin, dass das pure Hingucken nichts sieht, dass das Ich ohne Kontext blind ist. Der Blick des reinen, zusammenhanglosen Subjekts sieht nur Chaos und landet schnell in einer Einbahnstraße. Es ist ein panisches Subjekt, nur getrieben von äußeren Reizen und Informationsdefiziten, gefangen in bloßer Kontingenz. Das Subjekt, dass wir durch die Kamera von "(Namen eines aktuellen bloeden Kinofilms einsetzen)" sind, sieht nicht zurück und blickt nicht voraus, es ist reine Gegenwart, und sieht auch in ihr nicht, was gerade geschieht. Es ist ein Subjekt in Desorientierung.

Um nicht den ganzen Telepolis Beitrag lesen zu muessen sag ich einfach mal eine 0 auf der 0-1 Skala.

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© exdc 2010.

1 Comment   »

  • pregoNo Gravatar says:

    Als ich gestern ueber die Cinemaxx-Seiten surfte um zu gucken ob es einen guten Film gibt, den ich mir mal wieder anschauen moechte, ist mir der auch ins Auge gefallen. Obwohl ich ein Mensch bin, der sich auch gerne mal wissentlich von "Schrott" berieseln laesst, hab ich nicht mal den Trailer in voller laenge ausgehalten...

    Zu dem Punkt der Subjektivitaet passt dieses Zitat total gut IMHO:

    Wir sind hier, weil es letztlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt.

    Solange der Mensch sich nicht begegnet, ist er auf der Flucht. Solange er nicht zulaesst, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es fuer ihn keine Geborgenheit. Solange er sich fuerchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich selbst noch andere erkennen - er wird allein sein. Wo koennen wir solch einen Spiegel finden, wenn nicht in unserem Naechsten. Hier in der Gemeinschaft kann ein Mensch erst richtig klar ueber sich sich werden und sich nicht mehr als den Riesen seiner Traeume oder den Zwerg seiner Aengste sehen, sondern als Mensch, der, Teil eines Ganzen, zu ihrem Wohl seinen Beitrag leistet. In solchem Boden koennen wir Wurzeln schlagen und wachsen: nicht mehr alleine - wie der Tod - sondern als Mensch unter Menschen.

    Richard Beauvais, 1964

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